Ausflug in die Geschichte der PuppenkunstIch habe ein Buch erstanden - im Antiquariat. Ein Buch über Puppen von sage und schreibe "1929" Die Anfänge der Künstlerpuppe erscheint für mich damit in einem neuen Licht. Es begann mit der Reform der Spielpuppe so zwischen 1900 und 1910, aber dass war nicht alles. Heute kennt man nur noch Käthe Kruse (ja ja, grrr) und vielleicht Marion Kaulitz, alle anderen Namen wurden vom Winde verweht, keiner erinnert sich noch daran. Dabei liegen auch die Anfänge der Sculpturen oder Figuren wie wir sie kennen und schätzen, in der damaligen Zeit begründet. Eine Reform kommt ja nicht aus heiterem Himmel. Aber wer kennt denn noch Lotte Pritzel? Ihre Figuren waren ebensowenig Puppen, wie die Forum-Fairys. Der Verfasser bezeichnet übrigens die Werke von Lotte Pritzel als Kunst, alle anderen"Puppen" hingegen nicht. Ich zitiere mal einige Sätze, die es mir sehr angetan haben und die heute so aktuell sind wie vor 100 Jahren. " Die Puppe hat alle Raffinements einer fortgeschrittenen Technik in ihren Dienst gezwungen, strebt sie doch nach vollkommener Täuschung, nicht nach ästhetischer Wirkung. Sie kann eine überraschende Übereinstimmung mit der Natur hervorbringen, aber je näher sie diesem Zweck kommt, um so weiter entfernt sie sich von der Kunst, sie kann verblüffen, aber die eigentliche Essenz des Kunstgenusses, die Erhebung der Seele auf ein höheres Niveau, bleibt ihr verschlossen." Max von Boehn
08.10.2009, 17:55 von Marie |
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Kommentare
Tja, der Kunstbegriff. Es ist nicht unbedingt Kunst, was bei Ebay zB gut über die Bühne geht. So wirst Du immer zwischen Deinem Anspruch und der Verkäuflichkeit Deiner Arbeiten gefangen sind.